Die Vorstudie »Verlustvolle Wendepunkte im Leben von Menschen in Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Hannover« ist im Frühjahr 2024 als erste explorative Studie in der Themenkategorie »Wenn da Armut in der Trauer und Trauer in der Armut ist« gestartet.
Inzwischen liegen erste Erkenntnisse vor, die in diesem Frühjahr in einem Sammelband veröffentlicht werden. Sobald dieser Band erscheint, werden wir Sie auf unseren Artikel in unserer neuen Rubrik »Work-in-Progress Papers TRAUERFORSCHUNGSINSTITUT« aufmerksam machen.
An den verschiedensten Stellen unserer Institutshomepage haben wir auf das Vorgehen partizipativer Forschung hingewiesen. In dem angekündigten Artikel setzen wir uns kritisch mit den Prämissen des partizipativen Forschens auseinander und bündeln unsere ersten Erfahrungen sowie Erkenntnisse. Wir beschreiben u.a., inwiefern unsere partizipative Studie Elemente der kollaborativen Ethnografie mit dem Ansatz der fokussierten Ethnografie verbindet.
Im Diskurs über das partizipative Forschen wird häufig betont, dass die Produktion epistemischer Wissenshierarchien verhindert werden sollte. Unsere Erfahrungen zeigen, dass dies nicht ohne Schwierigkeiten und Irritationen gelingt. Derartige Irritationen sollten unseres Erachtens im Feld und in Phasen des kollaborativen Forschens zugelassen werden. Denn sie können sich als höchst erkenntnisreich erweisen und eine emanzipatorische Forschungspraxis freilegen, die bedeutsam ist. Vor allem sensibilisieren zugelassene Irritationen dafür, die Vulnerabilität von Menschen in Wohnungs- und Obdachlosigkeit ernst zu nehmen, ohne sie zu reproduzieren.
Außerdem bringen Irritationen Relevanzen und Routinen in der Lebenswelt der Co-Forschenden zum Vorschein, die wiederum Verluste sichtbar machen.
Wenn Sie an den Ausführungen und konkreten Details dieser Ergebnisse interessiert sind, dann schauen Sie hier gerne später nochmals hinein.
Die Vorstudie wird finanziell gefördert von der:
